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Wer an Parkinson leidet, kämpft um sein Gleich­gewicht. Jetzt zeigt eine Studie aus den USA: Patienten stürzen seltener, wenn sie Tai-Chi lernen.

Tai-Chi war ursprünglich eine Methode

für den unbewaffneten Kampf. Bereits im alten Kaiserreich haben die Chinesen diese Art von Schattenboxen erfunden und weiterentwickelt. Die Bewegungen sind fliessend und entspannen Muskeln und Gelenke.

Jetzt kommt aus: Tai-Chi hilft auch Parkinson-Patienten. Sie haben durch das Training ein besseres Gleichgewicht und stürzen deutlich weniger als andere Patienten. Zu diesem Schluss kam eine Studie, die das Fachblatt «New England Journal of Medicine» vor kurzem ver­öffentlichte. Die Forscher des unabhängigen Oregon Forschungsinstituts in Eugene trainierten rund 200 Parkinson-Patienten während eines halben Jahres mit unterschiedlichen Methoden. Eine Gruppe machte Stretching, eine zweite Krafttraining und die dritte Tai-Chi. Alle Patienten hatten bereits Anzeichen der Schüttellähmung, konnten aber noch selbständig stehen und gehen. Die Tai-Chi-Gruppe schnitt in den Abschlusstests am besten ab. Die Haltung der Patienten war stabiler, und sie konnten besser gehen. Zudem stürzten sie deutlich weniger.

Johann Steurer, Leiter des Horten-Zentrums für praxisorientierte Forschung an der Uni Zürich, hat die Studie analysiert. Er kommt zum Schluss, dass die Verbesserung für die Patienten «klinisch sehr relevant» sein könne. Auch habe das Training keine Nebenwirkungen. Für Stephan Bohlhalter, Chefarzt für Neuro-Rehabilitation und Verhaltensneurologie am Kantons­spital Luzern, ist es «durchaus denkbar», dass Parkinson-Patienten dank Tai-Chi we­niger Medikamente schlucken müssen.

(Quelle: Gesundheitstipp 03/2012)